15. Mai 2020 Marketing ADVA

Risiken der Corona Hilfen beachten

Von Seiten des Bundes und der Länder wurden in den vergangenen zwei Monaten verschiedene Förderprogramme bereitgestellt, um Unternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen. Informationen dazu finden Sie hier.

Ziel war es, schnell und unkompliziert die Liquidität der Unternehmen sicherzustellen. Dafür wurde auf umfangreiche Bedarfs- und Würdigkeitsprüfungen verzichtet. In der Regel reichten Erklärungen der Unternehmer, Corona-bedingt in die Krise geraten zu sein aus, um die Fördermittel zu erhalten.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Bedarfs- und Würdigkeitsprüfungen nachgeholt werden. Wem dann der Nachweis nicht gelingt, dass die Förderbedingungen erfüllt wurden, drohen Rückzahlungsforderungen und im schlimmsten Fall Strafverfahren.

Aus diesem Grund möchten wir auf drei Punkte hinweisen, die bei der Beantragung der Corona Hilfen und deren Verwendung beachtet werden sollten.

  1. Wirtschaftliche Schwierigkeiten der  Corona-Krise
    Die Corona Hilfen sind explizit für Unternehmen, die DURCH die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Unternehmen, die schon zuvor Probleme hatten, dürfen die Mittel nicht nutzen, um ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Bei der Beantragung der Fördermittel erklärt der Antragsteller ausdrücklich, dass in 2019 bzw. im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre Gewinne erzielt wurden und dass die Schwierigkeiten ausschließlich durch Corona entstanden sind. Die Erklärung sollte anhand von Unterlagen (Jahresabschlüsse, Kontoauszüge) und plausiblen Beschreibungen belegt werden können. Sollten die Förderinstitute zu dem Schluss kommen, dass die Erklärung in den Anträgen falsch war, können im schlimmsten Fall strafrechtliche Konsequenzen drohen.
  2. Plausible Unternehmensplanung
    In den Förderanträgen wird der Kapitalbedarf des Unternehmens erfragt, welcher mit Hilfe des jeweiligen Förderinstrumentes gedeckt werden soll. Bei einer Nachprüfung muss belegt werden können, wie sich dieser Betrag ermittelt. Am besten lässt sich der Nachweis anhand einer plausiblen Unternehmensplanung erbringen. Gleichzeitig kann die Planung aufzeigen, dass der Unternehmer nach überstandener Krise auch in der Lage ist, die erhaltenen Förderdarlehen zurückzuzahlen.
  3. Verwendung der Fördermittel
    Bei der Verwendung der Fördermittel ist zwingend auf die Einhaltung der jeweiligen Förderrichtlinie zu achten. In der Regel sind die Mittel dafür bestimmt, den laufenden Liquiditätsbedarf des Unternehmens zu sichern. Das bedeutet, dass zum Beispiel in früheren Zeiten aufgelaufene Verbindlichkeiten oder auch andere Darlehen damit nicht zurückgeführt werden dürfen. Insbesondere Einzelunternehmen und kleine Personengesellschaften befinden sich hierbei in einer besonderen Situation, da der Übergang zwischen betrieblichen und privaten Ausgaben häufig unscharf ist. So darf zum Beispiel der Zuschuss des Bundes nicht für private Lebenshaltungskosten des Unternehmers verwendet werden, dagegen beinhaltet das sächsische Soforthilfe Darlehen einen Unternehmerlohn von bis zu 6.500 € für vier Monate (1.625 € pro Monat). Eine genaue Dokumentation der Mittelverwendung ist daher ratsam. Im schlimmsten Fall kann sonst ein Betrugsvorwurf im Raum stehen.

Benötigen Sie Hilfe oder Unterstützung bei der Beantragung oder dem Umgang mit den Corona Hilfen? Gern unterstützen wir Sie bei der Zusammenstellung und Aufbereitung Ihrer Unterlagen.

Ihre Ansprechpartner:

Karsten Lorenz
+49 175 4415600
karsten.lorenz@adva-berater.de

Susan Lösch
+49 172 3720048
susan.loesch@adva-berater.de

 

Bleiben Sie gesund.

Ihr Team der ADVA BERATER

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